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Unsere Schule in der Zeitung
 

Information über Berufe

Erfurt (TA).
Das Heinrich-Mann-Gymnasium kombinierte erstmals den Elternsprechtag mit einem Berufeabend. Dabei stellten sich die Höhere Berufsfachschule für Pharmazeutisch-technische und Chemisch-technische Assistenten, die Handwerkskammer, die European Management School und die Polizeidirektion Erfurt vor.

Thüringer Allgemeine, 29. April 2009


Prozenthaltiges im Luftkurort
Mathe-Spezies aus Erfurt in Oberhof

Oberhof/Erfurt. (tlz) Dass Mathematik wirklich Spaß machen kann, diesen Beweis wollten Uwe Ackermann und Dr. Johanna Moldenhauer mit den Schülern des Heinrich-Mann-Gymnasiums durchrechnen. Und zwar in Oberhof: Eine Auszeichnung durch das Bundesministerium für Bildung und Kultur führte 15 begabte Schüler in den Ski-Ort, wo sie im AWO-Sano-Ferienzentrum beste Bedingungen vorfanden. Die Schüler der Jahrgangsstufe 7 genossen dort insgesamt 6 Trainingseinheiten, die wie sie selbst sagten, "viel schneller als in der Schule vergingen". Aufgaben nach dem Motto "Das ist doch logisch" oder "n! - was ist denn das?" galt es zu knacken. Die Lehrer machten sich allerdings auch Gedanken, wie sie die Schüler zwischendurch unterhalten können: Glücklicherweise lag in Oberhof noch ausreichend Schnee, der von selbst für Unterhaltung sorgt, auch der Hochseilgarten war geöffnet. Am Abend gab es vor der Nachruhe noch ein wenig Mathe-Tabu und selbstgemachte Gitarrenmusik. Die Auszeichnung erhielt die Schule für ihre erfolgreichen Matheolympiaden.

Heiße Köpfe im kühlen Schnee: Die Mathe-Spezies des Heinrich-Mann-Gymnasiums
erhielten eine Auszeichnungsreise nach Oberhof, wo sie 6 Trainingseinheiten für den Kopf absolvierten.

Thüringische Landeszeitung, 17. März 2009


Schüler sollen sich selbst ausprobieren
Neues Projekt ermöglicht individuelles Berufspraktikum


Von Sarah Wiesenthal

Löbervorstadt. (tlz) Eine Woche lang hat sich der 16-jährige Schüler David Ries vom Heinrich-Mann-Gymnasium mit Schimmelpilzen und Bakterien befasst. Er hat sich im Labor zeigen lassen, wie Kulturen anlegt werden und welche Bakterien Allergien auslösen können. Dank seines Praktikums im Mikrobiologischen Labor des Instituts für Umweltmedizin kann er sich jetzt kann sogar vorstellen, Biologie zu studieren. Dabei ist eigentlich Chemie sein Lieblingsfach. In der 10. Klasse bereits zu wissen, was man später einmal machen möchte, ist schwer. Zumal es immer mehr Studiengänge und Berufe gibt, von denen man sich gar nicht vorstellen kann, dass es sie überhaupt gibt. Hier setzt das Projekt „Skating" an. Von der Agentur für Arbeit ins Leben gerufen, möchte es die Schüler an Gymnasien von der 8. bis zur 11. Klasse systematisch begleiten und ihnen die Möglichkeiten des Berufslebens näher bringen. Dabei gibt es für jede Klassenstufe verschiedene Module zu beruflichen Aspekten. Den Höhepunkt aber bildet das einwöchige Berufspraktikum in der 10. Klasse. Gemeinsam mit dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft wird dies am Heinrich-Mann-Gymnasium sorgfältig vorbereitet. Anhand eines Wissenstests und eines persönlichen Gesprächs wird für jeden Schüler der Praktikumsplatz gesucht, der dessen Wünschen, Interessen und Fähigkeiten am Besten entspricht. Nach dem Praktikum findet dann noch einmal ein Austausch statt. Firma und Praktikant geben eine Rückmeldung über den Verlauf der Woche. Dies helfe den Schülern, ihr Praktikum zu reflektieren und nachhaltige Erfahrungen zu machen. Vor allem aber solle das Praktikum den Schülern „Lust auf Studium" machen, betont Dr. Gerald Lengyel von der Agentur für Arbeit. Damit trägt das Projekt auch einem speziellen Thüringer Problem Rechnung: Immer weniger Abiturienten schreiben sich für ein Studium ein und wenn, dann ist die Abbrecherquote hoch. Skating, das sei auch ein bisschen ein symbolisches Wort. Wie bei der Sportart sollen die Jugendlichen ihr Gleichgewicht finden und mit Schwung und Spaß das Berufsleben kennen lernen. Schüler sollen sich bei dem Berufspraktikum selbst ausprobieren und ihre Fähigkeiten kennen lernen. Natürlich ist dies nicht nur im Labor möglich, sondern in allen Berufsbereichen. So könne zum Beispiel eine Schülerin eine Milchwerbekampagne mitgestalten. Andere wiederum würden sich in sozialen Berufen engagieren, erzählt Madlen Schuchardt vom Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und Betreuerin der Schüler. Insgesamt 947 Schüler in Erfurt, Weimar und Umgebung werden seit 2008 von dem Projekt begleitet. „Führungskräfte und Wissenschaftler müssen in der Lage sein, junge Leute für ihre Berufe zu begeistern", wünscht sich Dr. Gerald Lengyel. Bei David Ries ist dies gelungen. Die Sportart Skating ist ihm zwar zu gefährlich, aber das Schulprojekt findet auch er toll. „Ich bin sehr froh, mein Praktikum hier im Labor gemacht zu haben", sagt er und kann sich sogar vorstellen, in den Ferien noch einmal wiederzukommen. Auch sein Chef, Rainer Stumm, wertet die Zusammenarbeit als Erfolg. Oft sei es schwierig, Praktikanten für nur eine Woche so in den Betrieb einzubinden, dass sie etwas lernen. Vor allem wenn sie erst in der 10. Klasse sind und noch nicht soviel Vorwissenmitbringen können. Mit Hilfe der intensiven Vorbereitung und Betreuung und dank gegenseitiger Bemühungen sei dies jedoch kein Problem gewesen.

Werten das Praktikum beide als Erfolg: Rainer Stumm vom Mikrobiologischen
Labor und Schüler David Ries vom Heinrich-Mann-Gymnasium.

Thüringische Landeszeitung, 28. Februar 2009


Die Welt der Pilze
David Ries entdeckte beim akademischen Praktikum die Welt der Mikrobiologie und Umweltmedizin

Das akademische Praktikum soll besonders angehenden Abiturienten die Studienwahl erleichtern und Werbung für eine akademische Laufbahn machen. Ob und was es nützt, berichtete gestern David Ries, Schüler der 10. Klasse am Heinrich-Mann-Gymnasium.

Von Doreen ZANDER

LÖBERVORSTADT.
David Ries ist 16 Jahre alt. Von seiner Mutter weiß er, was die Arbeit im Labor bedeutet. Sie weckte auch sein Interesse für die Naturwissenschaften. In der Schule hat er nun Chemie im Hauptfach, Biologie im Nebenfach. Außerdem interessiert er sich für Physik. Gerne möchte er sich auch nach der Schule in dieser Richtung weiter bilden. Doch wo, und was erwartet ihn dann? Was machen Biologen, Chemiker und Physiker eigentlich im Berufsalltag und wie wird man einer? Viele Schüler der gymnasialen Oberstufe fragen sich das. Helfen kann ihnen das akademische Praktikum. Von der Bundesagentur für Arbeit zusammen mit verschiedenen Bildungswerken initiiert, erhalten Schüler der achten bis elften Klasse die Möglichkeit, in akademische Laufbahnen reinzuschauen und Anregungen für eigene Studienziele zu erhalten. Das bringt mehrere Vorteile mit sich, weiß Gerald Lengyel von der Agentur für Arbeit. „Wir wollen Schüler an die Wechselwirkung mit der Praxis heranführen, besonders am Gymnasium, wo oft nur Theorie gelehrt wird. Die Abiturienten sollen einmal mit Schwung an eine berufliche Entscheidung gehen. Damit wollen wir den steigenden Zahlen der Studienabbrecher entgegenwirken und ein Studium zur Ausbildung von Fachkräften attraktiver und durchsichtiger machen", so Lengyel. David arbeitete jetzt am Institut für Umweltmedizin im Mikrobiologischen Labor. Betreut wurde er von Laborleiter Rainer Stumm. „David erwies sich als sehr lernbegierig. Immer wieder stellte er Fragen. Seine Arbeiten machte er sehr zuverlässig", so Stumm's Einschätzung. Eine tolle Woche mit vielen faszinierenden Erfahrungen, beurteilt David die Zeit. Bakterienkulturen auswerten, Statistiken erstellen und auswerten, Pilzkulturen anlegen und kontrolliert wachsen lassen und nicht zuletzt das persönliche Gespräch mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern und dem Laborleiter haben David weiter geholfen. „Nach dem Abitur könnte ich mir schon Vorstellen, Biologie oder Chemie zu studieren." Madlen Schuchardt vom Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft begleitete David von den ersten Gesprächen in der Schule bis hin zum Praktikum. Das Bildungswerk vermittelte ihm den Platz im Institut und stand dem Labor und David stets zur Seite. „Motivation schaffen für ein Studium, Wissenschaft als Handwerk fassbar machen und akademische Verfahren aufdecken, das waren unsere Anreize bei der Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur zum akademischen Praktikum. Wir bieten natürlich auch in anderen Bereichen Kooperationen, nicht nur mit den Naturwissenschaften", fügte sie hinzu.

Mikroskoparbeit: Mit der kompetenten Anleitung durch Laborleiter Stumm entdeckte
David Ries die faszinierende Welt der Bakterien und Pilze.

Thüringer Allgemeine, 28. Februar 2009


Dem Gegner den Wind aus den Segeln nehmen
Schüler treten beim Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ gegeneinander an und liefern sich heftige Wortgefechte

Von Sarah Wiesenthal

Erfurt. (tlz) „Sollte an Schulen die Bundesflagge aufgehangen werden?“: Solche Themen und ähnliche wurden gestern am Heinrich-Mann-Gymnasium heiß diskutiert. 18 Schüler aus drei Schulen traten an um den Titel der diesjährigen Gewinner von „Jugend debattiert“. Die Fähigkeit, fair und begründet zu debattieren, zählte dabei ebenso wie Körpersprache oder Ausdrucksvermögen. Wie wichtig diese Fähigkeiten sind, zeigte sich an der knisternden Stimmung im Saal. Angespannt erwartete das Publikum jede Reaktion der Debattierenden. Könnte das nächste Argument die Gegner entkräften? Oder würde sich die Waagschale noch mehr zu deren Gunsten neigen? Beim Finale der Klassenstufen 8 bis 10 neigte sich diese der Pro-Gruppe zu, bestehend aus Carl Justus Seemann und Wiebke Nestle. Dies lag jedoch weniger an mangelnder Überzeugungskraft von Lisa-Marie Glatz und Freerik Weißhuhn von der Contra-Gruppe als am Thema: „Sollte man in Schulen Bio-Essen einführen“ lautete es und zog sofort mehr Zuschauer auf die Pro-Seite. Klar als Sieger hervor gingen dann auch Carl Justus Seemann (Platz l) und Wiebke Nestle (Platz 2). Den Schülern des evangelischen Ratsgymnasiums war die Freude anzusehen. Die Finaldebatte der Klassen 11 und 12 widmete sich dann dem Thema der Bundesflagge, das prompt in eine spannende Diskussion umgesetzt wurde.
Flagge, ja oder nein?
Während der folgenden 15 Minuten flogen die Argumente hin und her. Ist die Bundesflagge der Schule beim Vermitteln von Werten förderlich oder nicht? Unterstützt die Flagge eine gemeinsame kulturelle Identität oder bewirkt sie ein zu ausgeprägtes Nationalbewusstsein? Gelassen, aber dennoch bestimmt, präsentierten die Teilnehmer ihre Standpunkte und reagierten gekonnt auf die Angriffe der Gegner. Auch die Jury, bestehend aus Schülern und Lehrern, war begeistert und verteilte viel Lob. Vincent Müller vom evangelischen Ratsgymnasium siegte durch seine hervorragende Sachkenntnis. Mit der Begründung, sie habe die Debatte gelenkt und sei flexibel gewesen, erhielt Helena Fetter von der Kooperativen Gesamtschule (KGS) einen verdienten Platz 2. Die Plätze 3 und 4 belegten Verena Möller, auch von der KGS, und Enrico Jarzombek vom Heinrich-Mann-Gymnasium. „Die Argumente waren auf beiden Seiten sehr hitzig und überzeugend“, fasste Helena die Debatte treffend zusammen. Sie freut sich nun mit Vincent, Carl und Wiebke auf ein professionelles Rhetorik-Training und die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Diskutierten über die Bundesflagge: Helena Fetter, Enrico Jarzombek,
Verena Möller und Vincent Müller (v.l.)

Thüringische Landeszeitung, 19. Februar 2009


Ein Debattierklub für Erfurt
„Jugend debattiert“ begann mit Schulverbundswettbewerb / Preis: Workshop für Landesfinale

Direkt zur Sache ging es gestern am Heinrich-Mann-Gymnasium. Beim Schulverbundsausscheid des „Jugend debattiert“ Wettbewerbes stritten die Schüler für den Landeswettstreit.

LÖBERVORSTADT (dz).
„Die Macht der Monarchie (schwarz) wird in der Morgenröte der Revolution (rot) gestürzt. Es beginnt das goldene Zeitalter (gold) der Volksherrschaft. Dafür steht seit Anfang des 19. Jh. die Bundesflagge. Zusammengehörigkeit, Demokratie und Freiheit.“ Deswegen setzten sich Vincent Müller (Evangelisches Ratsgymnasium) und Enrico Jarzombek (Heinrich-Mann-Gymnasium) für das Aufhängen der Bundesflagge an staatlichen Schulen ein. Die Contra-Position beim Debattierwettstreit vertraten Helena Fette und Verena Möller von der Kooperativen Gesamtschule. Auch sie brachten bestechende Argumente. Ein falsch interpretierter Nationalstolz könnte im Ausland Aufsehen erregen, Demokratiebewusstsein könne man auch ohne das Anschauen einer Flagge lehren. Mit Blick auf ein vereintes Europa und regionaler Besonderheiten könnte eine Bundesflagge hinderlich sein. Beide Seiten waren stark. Die Entscheidung für die Jury war schwer. Schließlich konnte Vincent mit Ausdruck, Sachkenntnis und Argumentation den ersten Platz holen. Zweiter wurde Verena, Helena dritte und Enrico vierter. Beide Erstplatzierte können sich nun in einem Workshop in Weimar auf den Landesausscheid vorbereiten. „Um das Debattieren noch mehr zu üben und rhetorische Fähigkeiten von Schülern stärker fördern zu können, wünschen wir uns einen übergreifenden Debattierklub für Erfurter Schulen. Das ist uns ein wichtiges Anliegen“, sind sich die vier Abiturienten einig. Das professionelle Streiten bewiesen auch die Neuntklässler. Sie diskutierten in der Finalrunde das Angebot von Lebensmitteln aus biologischem Anbau an Schulen. Es konnten sich Carl Seemann und Wiebke Nestler vom Evangelische Ratsgymnasium gegen Lisa-Marie Glatz vom Heinrich-Mann-Gymnasium und Freerik Weißhun vom Ratsgymnasium durchsetzen. Beide fahren für das Landesfinale ebenfalls zum Workshop nach Weimar.

Wortgefecht: Enrico Jarzombek und Vincent Müller tauschten schlagfertig mit
Verena Möller und Helena Fette die Argumente (v.l.)

Thüringer Allgemeine, 19. Februar 2009


Ägypter, Römer und Geschicklichkeitsspiele
Heinrich-Mann-Gymnasium öffnete seine „Himmelspforte“

Von Heidrun Lehmann

Löbervorstadt. (tlz)
„Orca“ nennt sich ein von den Römern überliefertes Geschicklichkeitsspiel, dem sich Benjamin Johannes Pellert am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im Heinrich-Mann-Gymnasium „Zur Himmelspforte“ begeistert widmete. Dem derzeitigen Montessori-Schüler gelang es gut, die bereitliegenden Nüsse in ein Tongefäß zu werfen. Zwei Damen aus der edlen römischen Gesellschaft, Elena und Lisa, beurteilten die Leistung sachkundig, auch wenn es keine Amphora war, durch deren schmalen Hals die Walnüsse ins Innere gelangen mussten.An den Wänden des Raumes kündeten Landkarten und Bilder von ägyptischer und römischer Geschichte, in Blätter mit Hieroglyphen konnten sich die Gäste vertiefen. Benjamin liegen Sprachen besonders. Bereits seit der 3. Klasse lernt er Englisch. Damit dürfte ihm die ab dem neuen Schuljahr wirkende Reform entgegenkommen, wonach er ab der fünften Klassenstufe eine zweite Fremdsprache (wahrscheinlich Spanisch, wie es Mutter Jana Pellert vorschwebt) erlernen kann, wenn er als Gymnasiast in der Gustav-Freytag-Straße die Schulbank drückt.
Englisch, Französisch, Spanisch und Latein gehören zu den Fächern, für die sich die rund 80 Mädchen und Jungen entscheiden können, die als Neulinge ins Heinrich-Mann-Gymnasium „Zur Himmelspforte“ einziehen werden. Reinhard Müller, seit August 2008 Leiter der Bildungsstätte, warb in der Einführungsrunde besonders fürs Französische, das als Unterrichtssprache in Geografie ab der 7. sowie in Geschichte ab der 9. Klasse dient. Wer später einmal in den Benelux-Staaten studieren möchte, der erhalte auf diese Weise die besten Voraussetzungen, so der Studiendirektor. Ab der 9. Klasse bestehe zudem die Möglichkeit, eine dritte Sprache zu erlernen. Der Schulleiter informierte zudem darüber, dass dem Gymnasium vom Thüringer Kultusministerium 2006 das Prädikat „Berufswahlfreundliche Schule“ zuerkannt wurde, das alle drei Jahre verteidigt werden muss. Damit werde der Tendenz Rechnung getragen, dass etwa 40 Prozent er Abiturienten direkt in eine berufliche Ausbildung einsteigen und nicht zum Studium gehen. Überrascht hatten ihn die Elftklässler, die von sich aus Schülerpatenschaften anregten. Somit werde beiden Seiten geholfen. Jüngere Schüler erhalten in kleinen Gruppen eine Vertiefung des Schulstoffs, die Älteren erwerben ein Zertifikat über „pädagogische Leistungen“, wobei Lehrer „am langen Bande“ ein Auge drauf werfen, wie es Müller formulierte.

Unter den Augen zweier Damen der edlen römischen Gesellschaft, Elena und Lisa,
übte sich Benjamin Johannes Pellert im antiken Geschicklichkeitsspiel "Orca".

Thüringische Landeszeitung, 16. Februar 2009


Sprachen stehen hoch im Kurs
Offene Türen am Heinrich-Mann- und Albert-Schweitzer-Gymnasium

Ein Tag der offenen Tür bietet Möglichkeiten, die der Schulalltag sonst nicht zulässt. Ausführliche Gespräche gehören dazu.

ERFURT (bk).
Nicht nur Eltern von Viertklässlern bevölkerten mit ihren Kindern am Samstag zwei der größten Erfurter Gymnasien. Doch sie waren besonders herzlich eingeladen, sind doch alle Schulen an motiviertem Nachwuchs interessiert. In der Gustav-Freytag-Straße war das Heinrich-Mann-Gymnasium gefragte Anlaufstelle. 578 Schüler lernen in dieser „berufswahlfreundlichen Schule“, die ein umfangreiches Fremdsprachenangebot hat und als Spezialstrecke bilingual Französisch anbietet. Dafür gab es das Excellence-Label vom Land. „Wir sind gut ausgestattet“, sagt Schulleiter Reinhard Müller. Er leitet ein Kollegium, in dem Lehrer aus vier Schulen vertreten sind. Müller selbst war einst Direktor des Häßler-Gymnasiums am Rabenhügel, das im Zuge der Schulnetzplanung geschlossen und mit dem Buchenberg fusioniert wurde. Doch auch dieses Gymnasium wurde geschlossen, etappenweise zog man ins Heinrich-Mann-Gymnasium um. Das war in der Zwischenzeit verstärkt worden durch Lehrer und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums. Deshalb finden sich jetzt im Dachboden die Archive von vier Schulen. „Alle Ehemaligen sollen sich wieder finden“, sagt Reinhard Müller. […]

Im Gespräch: Reinhard Müller ist Schulleiter im Heinrich-Mann-Gymnasium
"Zur Himmelspforte", er hatte am Samstag ein volles Haus

Thüringer Allgemeine, 16. Februar 2009


Projekte und Sprachen im Blickpunkt

LÖBERVORSTADT (TA).
Unterrichtsprojekte, Schulpartnerschaften durch Schüler und Lehrer sowie das Sprachenangebot (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch) möchte das Heinrich-Mann-Gymnasium in der Gustav-Freytag-Straße 65 am Samstag von 9 bis 13 Uhr beim Tag der offenen Tür vorstellen. Zudem gibt es Informationen über Berufschancen und Studienmöglichkeiten, Beratung zu Fragen der Schullaufbahn, zum Freizeitangebot und Arbeitsgemeinschaften. Willkommen sind die Besucher nicht zuletzt zur Essensverkostung sowie einem Aufenthalt in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchenspezialitäten.

Thüringer Allgemeine, 10. Februar 2009


Matratzengruft
Drei Schüler des Heinrich-Mann-Gymnasiums drehen Kurzfilm über historischen Erfurter Polizeifall.

ERFURT (jps).
Christopher, Max und Daniel - drei Zwölftklässler des Heinrich-Mann-Gymnasiums - lieben Filme. Da fiel die Wahl für das Thema ihrer Seminarfacharbeit, die sie im Rahmen ihres Abiturs anfertigen, nicht schwer: „Film: Von der Idee zur Leinwand". Aber welche Idee sollte verfilmt werden? Das Thema müsse einen Bezug zur Stadt haben, so die Meinung der Schüler. Bei ihren Recherchen stießen sie auf das TA-Buch „Thüringer Kriminalgeschichten". Ein Fall stach ihnen besonders ins Auge: Die Matratzengruft. Ein Vater steckt seine Tochter über Jahre in einen Verschlag. Dank eines Reporters wurde sie gerettet - der Retter musste dafür aber ins Gefängnis. Sein Verhängnis: Der Täter war adlig, ihn zu kritisieren, stand ihm nicht zu. Diese Geschichte, die sich 1845 in Erfurt ereignete, verarbeiten die jungen Filmemacher und ziehen dabei aktuelle Ereignisse, wie das Drama von Amstetten, das im Frühjahr die Gemüter erregte, mit ein. Unterstützung bekommen sie von vielen. Engelsburg und Stadtarchiv werden zeitweise zu Drehorten, das Theater „Die Schotte" stellt historische Gewänder zur Verfügung und Beamte des Bildungszentrums der Thüringer Polizei helfen bei Kameraführung und Schnitt. Die Thüringer Allgemeine beriet beim Erarbeiten des Drehbuchs. „Nach den Herbstferien soll der Film fertig sein", so Max bei den gestrigen Dreharbeiten. Im Januar präsentieren sie ihn vor Mitschülern.

Thüringer Allgemeine, 18. Oktober 2008

In der Engelsburg: Erster Drehtag - Karolin Bullerjahn spielt in dem Polizeistück die missbrauchte Tochter.


Mathe von Schülern für Schüler
Olympiade am Heinrich-Mann-Gymnasium feiert 15. Jubiläum und erhält Auszeichnung

Rekordteilnehmerzahl, 15-jähriges Jubiläum und eine Auszeichnung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung: Große Lorbeeren für ein Schulprojekt.

Von Jan-Paul SCHMIDT

ERFURT.
Die Aula ist voll, alle warten mit Spannung auf die Namen der Siegerinnen und Sieger. Lisa-Marie, Annika, Theresa, Anna, Sophie, Willi und Mario heißen die Gewinner der 15. Mathematikolympiade am Heinrich-Mann Gymnasium in Erfurt. Auf einer feierlichen Preisverleihung erhielten sie am Donnerstag Urkunden und kleine Sachpreise. Insgesamt
98 Schülerinnen und Schüler haben mitgemacht – Rekord in der Schulgeschichte. „Besonders bei den fünften und sechsten Klassen ist ein steigendes Interesse an der Mathematik zu beobachten", freut sich Lehrerin Dr. Johanna Moldenhauer. In einer Klassenstufe konnte jedoch kein Sieger gekürt werden - und das aus gutem Grund. Schüler der elften Klasse, das hat Tradition am Heinrich-Mann Gymnasium, organisieren die Olympiade, die sich bereits zum 15. Mal jährt. Angefangen von der Suche nach interessanten Aufgaben, über die Erarbeitung schülergerechter Lösungen und Korrektur der Klausuren bis hin zur Suche nach Sponsoren und der Durchführung der Preisverleihung - alles liegt in den Händen des neunköpfigen Organisationsteams, das ausschließlich aus Schülern besteht. Sie alle verbindet ein gemeinsames Steckenpferd: Das Interesse an Zahlen, Formeln und Gleichungen. Und sie wollen, dass die Mathematik über den planmäßigen Unterricht hinaus an Ausstrahlung gewinnt. Denn das Motto des Schülerprojekts heißt „Mathe macht Spaß". Fachlich beraten werden sie von ihren Lehrern, allen voran Frau Dr. Moldenhauer. Sie war es auch, die dem Bundesministerium für Bildung und Forschung vom Engagement ihrer Schüler berichtete. Die Reaktion des Ministeriums ließ nicht lange auf sich warten. Das Schülerprojekt, wurde mit l.000 Euro ausgezeichnet. Sie werden verwendet, um im März 2009 ein Mathetrainingscamp für Schülerinnen und Schüler der siebenten Jahrgangsstufe zu organisieren.

Thüringer Allgemeine, 4. Oktober 2008

Sieger: Sie sind die Mathe-Champions des Heinrich-Mann-Gymnasiums: Lisa-Marie, Annika, Theresa, Anna, Sophie, Willi und Mario.


Versagen ja – aufgeben nie in Himmelspforte
Freundschaftliche Verhältnisse

„Versagen darfst Du - aber nie aufgeben" (A. Pröhling). Während unserer achtjährigen Schulzeit am Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt, Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte“, konnten wir uns des öfteren an diesem Spruch orientieren. Nicht immer lief alles nach Plan und zu unserer Zufriedenheit, doch trotzdem gab es sehr viele Momente, die uns wieder mit Optimismus erfüllten. So hatten wir regelmäßig die Möglichkeit, unsere Fähigkeiten auf vielen verschiedenen Gebieten unter Beweis zu stellen - zum Beispiel bei der jährlich stattfindenden Schulmathematikolympiade, bei der nicht nur die Teilnehmer glänzten, sondern auch die Schüler der 11. Klassen, welche bei der Organisation dieses Ereignisses zeigen konnten, was in ihnen steckt. Weiterhin erhielten anderweitig begabte Schüler bei der Geo-Olympiade und diversen Spracholympiaden die Möglichkeit, sich mit ihren Talenten zu behaupten. Für die musikalischen Schüler unter uns gründeten die zwei Musiklehrerinnen des Gymnasiums einen Chor, der sich durch die Zusammenlegung mit dem Albert-Einstein-Gymnasium noch vergrößert hat. Dank deren unermüdlichen Engagements konnte in zahlreichen, auch außerschulischen Veranstaltungen die kreative Ader der Schule repräsentiert werden. Als Vorbereitung auf das Weihnachtskonzert wird jährlich ein Chorlager durchgeführt, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt.
Damit die Schulleitung weitestgehend im Interesse der ganzen Schülerschaft handeln kann, werden nicht ausschließlich Klassen- oder Kurssprecher; sondern auch Schülervertretungen demokratisch gewählt. Regelmäßige Zusammenkünfte sorgen für einen Austausch zwischen Schülern und Lehrern bezüglich Anregungen, Problemen und Neuigkeiten, so dass an unserer Schule ein sehr freundschaftliches Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern herrscht.
Zur Festigung dieser vertrauten Beziehungen tragen vor allem die Klassen- bzw. Kursfahrten sowie die Wandertage bei, deren Ziele beispielsweise der Zoo oder die Buchmesse in Leipzig waren. Besonders die in den 12. Jahrgangsstufen veranstalteten Abschlussfahrten, die nach Italien, an die Ostsee oder auch nach London führten, stellten einen Höhepunkt unserer Schulzeit dar.
Dank zahlreicher Sponsoren konnte der Sozialkundeunterricht des Leistungskurses, wie in den vorangegangenen Jahren, auch 2008 am POL&IS-Seminar teilnehmen und einen Einblick in die internationale Politik erlangen. Vier Tage lang schlüpfte jeder Schüler des Sozialkundeleistungskurses in die Rolle eines Staatsmannes verschiedenster Weltreligionen und erlebte im Schloss Oppurg die Komplexität der politischen Zusammenarbeit. Hierbei standen uns drei Jugendoffiziere der Bundeswehr mit Rat und Tat zur Seite. Dies bildete eine willkommene Abwechslung zur alltäglichen Notengebung. Im Interesse der Schüler veranstaltete nicht nur der Sozialkundelehrer interessante Fahrten, sondern auch die Mathelehrer am Ende der Osterferien. In dieser Zeit fand in Vorbereitung auf das Abitur ein Mathelager statt, in dem letzte Probleme geklärt und länger zurückliegende Aufgabengebiete aufgefrischt wurden.
Kreativer Ausklang
Um ebenso die literarischen Bereiche zu würdigen, findet alljährlich ein Schulfördervereinsfest statt. Neben den Themen um Heinrich Mann kreierte das Organisationsteam unter anderem einen Schiller-Abend und dieses Jahr eine Veranstaltung rund um Bertolt Brecht. Auf brechttypische Weise fand der Verfremdungseffekt am 4. April 2008 seine bühnenhafte Inszenierung unter dem Titel „Glotzt nicht so romantisch!". Als kreativer Ausklang werden am Ende eines jeden Schuljahres Projekttage durchgeführt, die jedoch in den letzten beiden Jahren in etwas veränderter Form umgesetzt wurden. Seit dieser Zeit nutzten wir sie zur Organisation und Ausgestaltung des anschließenden Schulfestes, bei dem jedermann zusätzlich zum jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür einen Einblick in unsere Schule gewinnen konnte. Dies ist nur ein winziger Einblick in unser abwechslungsreiches Schülerleben am Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt, Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte“ und wir sind froh, an dieser Schule gewesen zu sein, zahlreiche Erfahrungen für das spätere Leben gesammelt zu haben und hoffen, dass alle nachfolgenden Jahrgänge ebensoviel Spaß haben werden wie wir ihn hatten.

Veronika NOTH & Julia MUNDSCHEDEL

Thüringer Allgemeine, 3. Juli 2008 (Sonderveröffentlichung "Tschüss Schule")
 

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