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Unsere Schule in der Zeitung
 

Versagen ja – aufgeben nie in Himmelspforte
Freundschaftliche Verhältnisse

„Versagen darfst Du - aber nie aufgeben" (A. Pröhling). Während unserer achtjährigen Schulzeit am Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt, Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte“, konnten wir uns des öfteren an diesem Spruch orientieren. Nicht immer lief alles nach Plan und zu unserer Zufriedenheit, doch trotzdem gab es sehr viele Momente, die uns wieder mit Optimismus erfüllten. So hatten wir regelmäßig die Möglichkeit, unsere Fähigkeiten auf vielen verschiedenen Gebieten unter Beweis zu stellen - zum Beispiel bei der jährlich stattfindenden Schulmathematikolympiade, bei der nicht nur die Teilnehmer glänzten, sondern auch die Schüler der 11. Klassen, welche bei der Organisation dieses Ereignisses zeigen konnten, was in ihnen steckt. Weiterhin erhielten anderweitig begabte Schüler bei der Geo-Olympiade und diversen Spracholympiaden die Möglichkeit, sich mit ihren Talenten zu behaupten. Für die musikalischen Schüler unter uns gründeten die zwei Musiklehrerinnen des Gymnasiums einen Chor, der sich durch die Zusammenlegung mit dem Albert-Einstein-Gymnasium noch vergrößert hat. Dank deren unermüdlichen Engagements konnte in zahlreichen, auch außerschulischen Veranstaltungen die kreative Ader der Schule repräsentiert werden. Als Vorbereitung auf das Weihnachtskonzert wird jährlich ein Chorlager durchgeführt, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt.
Damit die Schulleitung weitestgehend im Interesse der ganzen Schülerschaft handeln kann, werden nicht ausschließlich Klassen- oder Kurssprecher; sondern auch Schülervertretungen demokratisch gewählt. Regelmäßige Zusammenkünfte sorgen für einen Austausch zwischen Schülern und Lehrern bezüglich Anregungen, Problemen und Neuigkeiten, so dass an unserer Schule ein sehr freundschaftliches Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern herrscht.
Zur Festigung dieser vertrauten Beziehungen tragen vor allem die Klassen- bzw. Kursfahrten sowie die Wandertage bei, deren Ziele beispielsweise der Zoo oder die Buchmesse in Leipzig waren. Besonders die in den 12. Jahrgangsstufen veranstalteten Abschlussfahrten, die nach Italien, an die Ostsee oder auch nach London führten, stellten einen Höhepunkt unserer Schulzeit dar.
Dank zahlreicher Sponsoren konnte der Sozialkundeunterricht des Leistungskurses, wie in den vorangegangenen Jahren, auch 2008 am POL&IS-Seminar teilnehmen und einen Einblick in die internationale Politik erlangen. Vier Tage lang schlüpfte jeder Schüler des Sozialkundeleistungskurses in die Rolle eines Staatsmannes verschiedenster Weltreligionen und erlebte im Schloss Oppurg die Komplexität der politischen Zusammenarbeit. Hierbei standen uns drei Jugendoffiziere der Bundeswehr mit Rat und Tat zur Seite. Dies bildete eine willkommene Abwechslung zur alltäglichen Notengebung. Im Interesse der Schüler veranstaltete nicht nur der Sozialkundelehrer interessante Fahrten, sondern auch die Mathelehrer am Ende der Osterferien. In dieser Zeit fand in Vorbereitung auf das Abitur ein Mathelager statt, in dem letzte Probleme geklärt und länger zurückliegende Aufgabengebiete aufgefrischt wurden.
Kreativer Ausklang
Um ebenso die literarischen Bereiche zu würdigen, findet alljährlich ein Schulfördervereinsfest statt. Neben den Themen um Heinrich Mann kreierte das Organisationsteam unter anderem einen Schiller-Abend und dieses Jahr eine Veranstaltung rund um Bertolt Brecht. Auf brechttypische Weise fand der Verfremdungseffekt am 4. April 2008 seine bühnenhafte Inszenierung unter dem Titel „Glotzt nicht so romantisch!". Als kreativer Ausklang werden am Ende eines jeden Schuljahres Projekttage durchgeführt, die jedoch in den letzten beiden Jahren in etwas veränderter Form umgesetzt wurden. Seit dieser Zeit nutzten wir sie zur Organisation und Ausgestaltung des anschließenden Schulfestes, bei dem jedermann zusätzlich zum jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür einen Einblick in unsere Schule gewinnen konnte. Dies ist nur ein winziger Einblick in unser abwechslungsreiches Schülerleben am Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt, Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte“ und wir sind froh, an dieser Schule gewesen zu sein, zahlreiche Erfahrungen für das spätere Leben gesammelt zu haben und hoffen, dass alle nachfolgenden Jahrgänge ebensoviel Spaß haben werden wie wir ihn hatten.

Veronika NOTH & Julia MUNDSCHEDEL

Thüringer Allgemeine, 3. Juli 2008 (Sonderveröffentlichung "Tschüss Schule")


Bye Bye Buchenberg
Ein Resümee nach 17 Jahren Schulbetrieb

17 Jahre bestand das Buchenberg-Gynmasium, viele Veränderungen hat es gegeben. Reinhard Müller, seit 2004 Schuldirektor, brachte eine besonders große mit sich. Mit ihm kam nicht nur eine neue Schulpolitik, sondern auch die Fusion mit dem Häßler-Gymnasium. Ehemals Leiter dieser Schule, führte er nach dem Zusammenschluss sein Direktorat in gewohnter Form, aber in neuem Umfeld fort. Seine ersten Eindrücke am Buchenberg-Gymnasium hat er nie vergessen: „Als ich das Schulgelände betrat, hat es mir optisch schon mal sehr zugesagt. Gegenüber dem Häßler-Gymnasium hat man hier ein großes Schulhaus, eine moderne Turn-
halle und einen schönen Hof. Also das hat mir ja schon gefallen."
Doch Optik ist nicht alles. Schon damals befürchtete er, was heute Wirklichkeit ist. 2005 wurde die Einstellung des Schulbetriebs beschlossen. Der Rektor kämpfte um sein Gymnasium. Von Anfang an betonte er: „Unsere Schule muss stark werden, und wir müssen für uns werben, damit neue Schüler zu uns kommen." Doch die kamen nicht.
Die demographische Situation in Erfurt ist nach Schulleiter Müller Hauptgrund für die geringe Schülerzahl am Buchenberg. „Nach der Wende war das ganze Neubaugebiet Erfurt Süd-Ost dicht besiedelt. Damals wohnten hier unheimlich viele Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Die sind natürlich alle auf das Gymnasium", erklärt er. Die Eltern von heute zieht es in die Erfurter Innenstadt. Und hier schicken sie auch ihre Kinder zur Schule.
So ging die Schülerzahl am Buchenberg immer weiter zurück. Von einst 566 Schülern im Jahre 2004 werden jetzt nur noch 65 an die neue Schule, das Heinrich-Mann-Gymnasium, wechseln. Aktiv wurden seit 2005 viele Jahrgänge gar nicht mehr am Buchenberg eingeschult. Nur noch bestehende Klassenverbände blieben erhalten. Unlängst wurden die diesjährigen Abiturklassen verabschiedet, der offiziell letzte Schultag für alle verbliebenen Schüler ist der 9. Juli. Danach schließt das Gymnasium. Reinhard Müller überkommt große Wehmut beim Gedanken daran. Doch eines spendet ihm Trost: Im Haus werden wieder täglich Schüler ein- und ausgehen. Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 eröffnet hier die Aktiv-Schule Emleben. Für den Direktor geht der Schulbetrieb am Heinrich-Mann-Gymnasium nahtlos weiter. Optimistisch will er mit den Eltern und Schülern nach vorn schauen und sich nicht unterkriegen lassen.

Theresa DUNKEL

Thüringer Allgemeine, 3. Juli 2008 (Sonderveröffentlichung "Tschüss Schule")


Schulfrei am Tag nach dem Fußballspiel
Das Angebot des Kultusministeriums wird unterschiedlich diskutiert und umgesetzt

Kein Hitzefrei, kein Feiertag, keine geschlossene Schule. Und trotzdem am Donnerstag die ersten zwei Schulstundenfrei? Warum? Das Kultusministerium hat ein Einsehen mit jungen Fußballfans und biet den Schulen zwei Ausfallstunden an.

ERFURT (dz).
Geteilte Meinung zu den möglichen Freistunden herrscht in den Direktorenstuben. Bernd Hupe, Schulleiter am Heinrich-Hertz-Gymnasium, zieht zähneknirschend zwei Ausfallstunden in Erwägung. Eigentlich könne ein Schüler, der feiert, auch arbeiten. Aber andere Schulen geben frei, also zieht er mit. „Das ist mit viel Aufwand verbunden. Die Eltern müssen informiert werden, die Sache ist kaum nachprüfbar in so kurzer Zeit. Und wo die Ersatz stunden hernehmen?" Da es auf die Sommerferien zugeht, hat Bernd Hupe aber Verständnis für die Fußballfans. „Ich gucke das Spiel auf jeden Fall und erscheine trotzdem früh zur Arbeit."
Dieter Chemnitius vom Heinrich-Mann-Gymnasium gibt nicht nach. Bei ihm findet Unterricht statt. Auf einem Gymnasium sei Freimachen nicht notwendig, sagt er. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium entscheidet erst heute. Dort bleibt es also spannend. Frei und sorgloses Feiern oder vor dem Elfmeterschießen ins Bett? An der Edith-Stein-Schule würde man eher ein Hitzefrei geben als den Unterricht in en kühlen Morgenstunden wegen des Spiels ausfallen zu lassen.
Ute Paal von der Moritzschule ist gegen Freistunden. Wer Grundschüler so lange vor dem Fernsehen sitzen ließe, müsse das selbst verantworten. Torsten Schneidmüller von der Ludwig-Erhard-Schule will Einzelfallentscheidungen treffen.

Thüringer Allgemeine, 25. Juni 2008


Ende einer Ära
Abschied im Buchenberg-Gymnasium, das nach 17 Jahren schließt

Abschiedspartys finden zum Schuljahresende vielerorts statt. Doch wenn ein Gymnasium für immer schließt, hat das Fest eine ganz besondere Klangfarbe.

Von Birgit KUMMER

BUCHENBERG.
Nach 17 Jahren endet die Ära des Buchenberg-Gymnasiums. Weil die Erfurter Schulnetzplanung angesichts zurückgehender Schülerzahlen eine Zusammenlegung mit dem Heinrich-Mann-Gymnasium festlegte, verlassen nun die letzten 65 Schüler das Haus. Sie ziehen in die Löbervorstadt, ein Großteil ihrer Schulkameraden hat bereits gewechselt Bye bye Buchenberg hieß es am Samstag.
„Mit 300 Gästen haben wir gerechnet, es sind sehr viel mehr gekommen", so Schulleiter Reinhard Müller. Das Programm bot viele Höhepunkte, lauschige und nachdenkliche Reden, Modenschau, Lehrerband, Schülerband, einen Auftritt des hochkarätigen Schulchores. Viele ehemalige Schüler und Lehrer waren Unter den Gästen. „Komisches Gefühl", waren sich die Studentinnen Riccarda und Sabine einig, die 2004 am Buchenberg Abitur machten. „Wir wollten uns die Schule nochmal anschauen, Leute treffen. Schwer vorstellbar, dass wir jetzt keine Anlaufstelle mehr haben."
Für Reinhard Müller und viele seiner Schüler ist das schon Umzug Nr. 2, denn sie waren bis zum Jahr 2000 am Häßler-Gymnasium, das ebenfalls die Schließung ereilte. Nach dem Wechsel an den Buchenberg folgte auch hier der langsame Abbau. Trotzdem will Müller jetzt mit Schülern und Kollegen nach vom schauen. Die Fotos aller Abi-Jahrgänge nimmt er mit in die neue Schule, die Buchenberg-Tradition soll leben.
Reinhard Müller leitet künftig das Heinrich-Mann-Gymnasium, Vorgänger Dieter Chemnitius geht in den Ruhestand. Die Bücher der aufgelösten Schulbibliothek übrigens wurden am Samstag verkauft, das Tierheim Erfurt kann sich auf eine dicke Spende freuen. In das leere Schulhaus am Buchenberg soll die private Aktivschule Emleben einziehen.

Thüringer Allgemeine, 23. Juni 2008


Reden ist Silber, doch richtig Streiten ist Gold
Schüler debattierten über das Pro und Contra von Onlinedurchsuchungen und Lärmbegrenzungen

Gestern Vormittag fand am Heinrich-Mann-Gymnasium der Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt. Die vier Gewinner sind nun im Landesfinale, das im Landtag im April ausgetragen wird.

Von Doreen ZANDER

LÖBERVORSTADT.
Gestritten wurde bei den Zehnt- bis Zwölftklässlern in der Endrunde über die Onlinedurchsuchung von Privatrechnern. Was ist wichtiger, die moderne Bekämpfung des Terrorismus oder der Schutz der Privatsphäre des Bürgers? Hier konnten sich Vincent Müller und Constantin Hühn vom Evangelischen Ratsgymnasium im Disput durchsetze. Beide standen sich Pro und Contra gegenüber. So bezweifelte die Contra-Seite, dass ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts einen Missbrauch wirklich verhindern könnte. Die Pro-Seite argumentierte jedoch, dass man sich den neuen Verbrechensformen anpassen müsste, weshalb eine Onlinedurchsuchung unabdingbar wäre. Konzentriert tauschten sich die Debattierenden in drei Runden aus, wobei störende Beifalls-Bekundungen durchs Publikum nicht erwünscht waren. Die Schüler der achten bis zehnten Klass debattierten über eine gesetzliche Lärmbeschränkung in Diskotheken zum Schutz der Jugendlichen vor dauerhaften Hörschäden. Was ist hier bedeutender, die Gesundheit der Diskothekenbesucher oder die Eigenverantwortung der Jugendlichen? Wieland Krispin von der Kooperativen Gesamtschule und Max Hütter vom Evangelischen Ratsgymnasium argumentierten für eine gesetzliche Lärmbeschränkung in Diskotheken, weil Jugendliche nicht einschätzen könnten, ob sie eine dauerhafte Hörschädigung hätten oder nicht. Die Gegenseite forderte jedoch, dass der Staat lieber Aufklärung leisten solle, bevor er in den Spaßfaktor „Musik“ und die Eigenverantwortung eingreife. „Jugend debattiert" steht unter der Schinnherrschaft des Bundespräsidenten.

Thüringer Allgemeine, 7. März 2008


Solidarität als Thema am Gymnasium

LÖBERVORSTADT (TA).
„Sagenhafte Solidarität“ lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 21. März im Heinrich-Mann-Gymnasium (Gustav-Freytag-Straße 65) zu sehen ist. Kritisch, provokant und mit drastischen Bildern wird hier das Thema Solidarität und Entwicklungshilfe auf 20 Plakaten beleuchtet. Von naiven Kindersprüchen wie „Die in Afrika haben es gut, die müssen nie zur Schule gehen“ bis hin zu drastischen Formulierungen wie „Ein Streichholz brennt vierzig Sekunden. In dieser Zeit sterben in den Ländern der dritten Welt elf Menschen an Unterernährung“ reichen die Botschaften der Wanderausstellung, die von der Berliner Stiftung Nord-Süd-Brücken kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Thüringer Allgemeine, 21. Februar 2008


Angebote zum Durchstarten

Zu einem Tag der offenen Tür luden am Samstag gleich vier Erfurter Schulen und warben um bildungshungrige Neuzugänge

ERFURT. [...]
Einige Jahre mehr vom Eintritt ins Berufsleben entfernt waren die Viertklässler, um deren Gunst das Heinrich-Mann-Gymnasium warb. Töpferkurs, Vorlesewettbewerb, Schnupperuntericht Englisch, Theaterprobe und ein kleines Theaterstück auf Französisch waren nur einige Punkte des vielseitgen Programms, das Schüler und Lehrer gestalteten. Im Mittelpunkt stand der bilinguale Zweig Französisch. Die Präsentation des Schulprofils diente auch zum Kennenlernen für die Schüler des Buchenberggymnasiums, die im Sommer in die Gustav-Freytag-Straße wechseln. „Die neunten und elften Klassen sind schon seit letztem Jahr bei uns“, erklärt Direktor Dieter Chemnitius. An der Schülerzahl von 542 werde sich wegen des Geburtenrückganges aber wenig ändern. Nur das Lehrerkollegium müsse komplett neu zusammengesetzt werden.

Thüringer Allgemeine, 21. Januar 2008


Sprachen stehen im Vordergrund

LÖBERVORSTADT (TA).
Das Heinrich-Mann-Gymnasium Zur Himmelspforte (Gustav-Freytag-Straße 65) läd am Samstag von 9 bis 13 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Besonders Eltern und Schüler der vierten Klassen sollen so die Gelegenheit haben, sich über Besonderheiten der Schule wie den bilingualen Zwei Französisch oder die Mehrsprachigkeit ab Klasse 5 in Englisch, Französisch und Spanisch zu informieren.

Thüringer Allgemeine, 17. Januar 2008


Zuwachs für das Spendenkonto von Unicef

Erfurt (TA).
Übervolle Bankreihen und frenetischen Beifall gab es gestern beim traditionellen Weihnachtskonzert des Heinrich-Mann-Gymnasiums in der Thomaskirche für die Chöre und hochkarätigen Solo-Auftritte von Schülern an verschiedenen Instrumenten. Der Erlös des Abends kommt der Spendenaktion von TA und Unicef für die Kinder im Niger zugute.

Thüringer Allgemeine, 15. Dezember 2007


Heinrich-Mann-Gymnasium

Wir kamen, sahen und fusionierten

Aus Fremden wurden Freunde / Die Lehrer werden fehlen

Zwei scheinbar rastlose Jahre liegen hinter uns, den Abiturienten des Heinrich-Mann-Gymnasiums Erfurt Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte".

Beginnen wir mit dem wohl prägendsten Ereignis des Abiturjahrgangs 2007. Die Fusion des Albert-Einstein-Gymnasiums mit dem Heinrich-Mann-Gymnasium brachte neuen Schwung in den Schulalltag. So wurde aus Nord nicht nur Süd, sondern aus Fremden auch enge Freunde. Doch nicht nur diese Herausorderung haben wir zusammen gemeistert. Das Seminarfach stellte uns alle vor neue Hürden und Probleme. In Kindergärten, Lach-Yoga-Studios bis hin zum Weltall begaben sich einige von uns, um ihre Arbeit zu etwas Außergewöhnlichem zu machen. Kafka und Benn, Formeln und Tabellen ließen uns immer wieder an geistige Grenzen stoßen. .Dennoch kamen wir unserem Ziel, dem sagenumwobenen Abitur, näher und näher. Zeit zum Durchatmen ließen uns die Kursfahrten an die sonnigen Flecken Europas wie Frankreich oder die Toskana, aber auch auf die friedliche Ostseeinsel Umanz. Hierbei fanden wir den Ausgleich zum straffen Kulturprogramm am Tage in den nicht wirklich grauen Nächten. Erlebnisse dieser Art schweißten uns fester zusammen und waren unserer schulischen Produktivität sehr zuträglich. So entwarfen Schüler der Deutsch-Leistungskurse zusammen mit ihren Lehrern das Konzept für das alljährliche Heinrich-Mann-Programm. Der veränderte Name unserer Schule, Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte", sollte geschichtlich und literarisch nachvollziehbar werden. Das Produkt war eine Szenen-Collage, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Haben wir es aber geschafft, in den vergangenen zwei Jahren ernsthart zusammen zu wachsen? Oftmals waren wir viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt mit dem sich Durchringen zum Lernen oder mit dem „doch lieber etwas Schönes machen". Deswegen waren wir zeitweise sicher auch weniger verständnisvoll gegenüber den Menschen, die uns den nötigen, wenn auch unangenehmen Ansporn gegeben haben: unseren Lehrern und Eltern. Danke für die Lebensweisheiten, die wir jetzt vielleicht noch für unsinnig halten, aber an denen wir uns später festklammern werden. Fehlen werden uns unsere einfühlsamen Lehrer, die „Orte unserer Jugend" - der Luisenpark und der Petersberg und am Ende wir uns.

Die Abiturienten des Heinrich-Mann-Gymnasiums Erfurt
Staatliches Gymnasium „Zur Himmelspforte“

Bildunterschrift: Trotz der Schulfusion ziehen die Abgänger des Heinrich-Mann-Gymnasiums eine sehr positive Bilanz. Es entstand etwas Neues - etwas, das nun fehlen wird. (Die abgedruckten Fotos sind unter "Abschlussfotos" zu finden!)

Thüringer Allgemeine, 5. Juli 2007 (Sonderveröffentlichung "Tschüss, Schule!")
 

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